MiB

„Menschen mit intellektuellen Behinderungen mit Bedarf an Hospiz und Palliative Care“ – MiB

Zum Selbstverständnis der Hospizbewegung gehört es, dass Menschen mit intellektueller Behinderung in ihrer letzten Lebensphase im Sinne von Hospiz- und Palliative Care sorgsam begleitet und professionell versorgt werden. Dafür braucht es noch Angebote und Strukturen in NÖ. Für Menschen mit intellektueller Behinderung ist die hospizliche und palliative Betreuung am Wohnort noch keine Selbstverständlichkeit.

Im laufenden Jahr wurde eine Expertengruppe installiert, die diesen Bereich beratend begleitet. Ein betroffener junger Mann, dessen Angehörige, ehrenamtliche Hospizbegleiter und Fachexperten sind neben Behindertenbetreuern, Teil dieses engagierten Gremiums. Es ist von unschätzbarem Wert, wenn wir von betroffenen Menschen hören, was sie sich wünschen – das bringt einen Quantensprung in die Entwicklung unseres Pilotprojektes.

Im ersten Schritt wird ein Curriculum für die Aufschulung ehrenamtlicher Hopsizbegleiter, auf der Grundlage aus Deutschland und Kärnten, entwickelt. Der erste Aufschulungslehrgang wird im Herbst 2020 angeboten. Wir freuen uns darüber, dass das Interesse daran schon sehr groß ist und wir sind zuversichtlich, dass sich für dieses Angebot, an aktive Ehrenamtliche in der Hospizbegleitung, auch ein Sponsor findet.

Parallel dazu hat sich eine Behinderteneinrichtung der Lebenshilfe dazu entschlossen, eine 40-stündige Weiterbildung für Mitarbeiter, anzubieten. Dieser Workshop wurde von der führenden Expertin aus Deutschland mit dem Landesverband abgehalten. Ein Organisationsentwicklungsprozess wird derzeit konzipiert und soll mit den Trägern weiterentwickelt werden. Aufbauend auf dieses Pilotprojekt sollen weitere Träger mit einbezogen werden.

Der krumme Baum lebt sein Leben. Der gerade wird ein Brett.
Chin.Sprichwort