Aktuelle Projekte
Kollegiale Fallberatung für stationäre Hospize in Niederösterreich
Zur Förderung des fachlichen Austausches und der gemeinsamen Reflexion beruflicher Herausforderungen wird für stationäre Hospize in Niederösterreich ab 2026 eine kollegiale Fallberatung etabliert. Die Initiative basiert auf dem Bedarf nach institutionsübergreifendem Austausch, der von Führungskräften stationärer Hospize formuliert wurde.
In Kooperation mit dem Amt der Niederösterreichischen Landesregierung, der Niederösterreichischen Landesgesundheitsagentur, dem Haus der Barmherzigkeit wird organisiert und moderiert vom Landesverband Hospiz Niederösterreich ein strukturierter Rahmen für einen kontinuierlichen, fachlich fundierten Dialog geschaffen.
Zielsetzung
Für die teilnehmenden Fachpersonen:
- Entwicklung konkreter Lösungsansätze für herausfordernde Praxissituationen
- Erweiterung der Handlungskompetenz durch kollegiale Reflexion
- Stärkung der fachlichen Sicherheit in komplexen Führungssituationen
- Entlastung durch gegenseitige Unterstützung
Für die Organisationen:
- Förderung zentraler Führungs- und Sozialkompetenzen
- Weiterentwicklung einer reflektierten, lösungsorientierten Führungskultur
- Stärkung der Vernetzung zwischen stationären Hospizen in Niederösterreich
Methodisches Vorgehen
Die kollegiale Fallberatung ist ein strukturiertes, moderiertes Reflexionsformat auf Basis des Modells nach Tietze (2008). Ausgangspunkt sind aktuelle Fallbeispiele aus der Praxis, die in einem klar definierten Ablauf gemeinsam bearbeitet werden. Ziel ist die Entwicklung neuer Perspektiven und konkreter Handlungsoptionen.
Organisation und Rahmenbedingungen
Die Durchführung erfolgt zweimal jährlich im Online-Format (Dauer: jeweils 1 Stunde und 45 Minuten). Pro Termin können bis zu drei Fälle bearbeitet werden. Moderation und Protokollführung übernimmt der Landesverband Hospiz Niederösterreich.
Die Teilnahme ist für Stationsleitungen verbindlich. Voraussetzung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit sind Vertraulichkeit, wertschätzender Umgang, aktive Beteiligung sowie die Bereitschaft zur offenen Reflexion. Personalrechtliche Fragestellungen sind nicht Gegenstand der Fallberatung.
Evaluation
Eine Evaluierung des Formats ist für Dezember 2026 vorgesehen.