Aktuelle Projekte
KOMMA – Kommunikation mit Angehörigen
Der personen- und bedürfnisorientierte Ansatz KOMMA stellt die Kommunikation mit An- und Zugehörigen in den Mittelpunkt der palliativen Versorgung. Eine lebensbedrohliche oder lebensverkürzende Erkrankung betrifft immer auch das familiäre und soziale Umfeld. Angehörige übernehmen vielfältige Aufgaben, tragen wesentlich zur Versorgung bei und erleben dabei sowohl wertvolle als auch belastende Situationen.
Stärkung durch Empowerment
KOMMA ist ein evidenzbasierter Ansatz zur Unterstützung von Angehörigen in der häuslichen Hospiz- und Palliativversorgung. Ziel ist es, An- und Zugehörige im Sinne des Empowerments zu stärken und ihre vorhandenen Ressourcen gezielt einzubeziehen.
Der Unterstützungsbedarf wird dabei nicht durch Fachpersonen eingeschätzt, sondern durch die Angehörigen selbst – mithilfe eines strukturierten Assessmentbogens. Diese Selbsteinschätzung bildet die Grundlage für ein qualifiziertes Gespräch, in dem Bedürfnisse geklärt und konkrete Unterstützungsmöglichkeiten vereinbart werden.
Umsetzung in Niederösterreich
Seit Jänner 2026 wird der KOMMA-Ansatz in sechs Palliativteams in Niederösterreich im Rahmen einer Pilotphase umgesetzt. Das Projekt wird vom Amt der NÖ Landesregierung finanziert und koordiniert. Die wissenschaftliche Begleitung übernimmt die UMIT Tirol unter der Leitung von Dr. Christiane Kreyer, unterstützt vom Landesverband Hospiz NÖ.
Die geschulten Mitarbeiter:innen dokumentieren die erhobenen Bedürfnisse elektronisch. So wird eine strukturierte Evaluierung ermöglicht und sichergestellt, dass allen An- und Zugehörigen ein Gesprächsangebot gemacht wird.
Wissenschaftliche Grundlagen
Weitere Informationen und wissenschaftliche Publikationen zum KOMMA-Ansatz finden Sie hier: