Glossar

Die Hospizbewegung

Hospiz (engl. hospice; lat. „hospitium“) wurden im Mittelalter kirchliche oder klösterliche Herbergen für Pilger, Bedürftige, Fremde oder Kranke (Entstehung des Begriffs Hospital) benannt.

Unter Hospiz versteht man heute ein Konzept der ganzheitlichen Sterbe- und Trauerbegleitung. Die Hospizarbeit geschieht sowohl in dafür eingerichteten Häusern, aber auch zu Hause durch die Betreuung von geschulten mobilen Hospiz-Teams. Den Menschen kann eine ganz ihren Bedürfnissen entsprechende Form angeboten werden, in der sowohl die unheilbar Kranken in ihrer letzten Lebensphase eine respektvolle, umfassende und kompetente Betreuung, als auch die Angehörigen Unterstützung und Trauerbegleitung erhalten.

Träger der Hospize sind gemeinnützige Vereine, Kirchen und gemeinnützige Organisationen und Öffentliche Träger. Einen wesentlichen Anteil an der Arbeit in Hospizteams und Hospizen wird von ehrenamtlichen MitarbeiterInnen mitgetragen.

 

Hospize wollen (nach Student, 2004) fünf Qualitätskriterien verwirklichen:

  • Der/die Kranke und die Angehörigen stehen im Zentrum des Dienstes
  • Unterstützung erfolgt durch ein interdisziplinäres Team
  • Einbeziehung freiwilliger Begleiterinnen und Begleiter
  • Palliative care (Palliativmedizin) statt medical care (auf Heilung gerichtete Behandlung), das heißt: Lebensqualität statt Lebensquantität
  • Trauerbegleitung der Angehörigen

 

Dr. Cicely Saunders

* 22. Juni 1918
† 14. Juli 2005

Elisabeth Kübler-Ross

*8. Juli 1926
† 24. August 2004

SR . Hildegard Teuschl CS

* 3. September 1937
† 18. Februar 2009