Weinen und Lachen auf dem Weg ins Leben Enquete 2011

Am 5. Oktober 2011 fand unsere 10. Hospizenquete im Landhaus St. Pölten unter dem Motto “Weinen und Lachen auf dem Weg ins Leben” begleitend zu unserem Projekt Hospiz macht Schule, statt. Abschied, Sterben, Tod und Trauer sind zentrale Lebensthemen, auch bei Kindern und Jugendlichen.

320 TeilnehmerInnen, darunter auch 25 SchülerInnen der Bildungsanstalt für Sozialpädagogik lauschten den Ausführungen von Frau Mechthild Schroeter – Rupieper und Herrn Prof. Hans Neuhold. Frau Sonja Thalinger und Frau Elke Kohl, die Verantwortlichen für das Projekt “Hospiz macht Schule” sowie einige erfahrene und dafür geschulte HospizbegleiterInnen, erzählten über Ihre Erfahrungen mit den Kindern und Jugendlichen. Umrahmt wurde diese Veranstaltung vom SOG Theater, dass die Emotionen und die Aussagen der Zuhörer in darstellerischen Einlagen auf beeindruckende Weise noch einmal auf den Punkt brachte.

 

 

Presseaussendung von LR Mag. Barbara Schwarz

Wir wollen auch Kindern und Jugendlichenhelfen, den Tod zu begreifen.

“Lachen und Weinen auf dem Weg ins Leben” – Unter diesem Motto fand die diesjährige Hospizenquete im Landtag in St. Pölten statt. Abschied, Sterben, Tod und Trauer sind zentrale Lebensthemen, auch bei Kindern und Jugendlichen. 320 TeilnehmerInnen, darunter auch 25 SchülerInnen der Bildungsanstalt für Sozialpädagogik lauschten den Ausführungen von Frau Mechthild Schroeter – Rupieper: “Kinder – und ganz besonders sensible Kinder – müssen den Tod begreifen. Bis zum 18. Lebensjahr sehen Kinder und Jugendliche bis zu 250.000 Leichen und erleben unterschiedliche Krisen in den Medien. Aber kaum eines, kaum einer hat schon einen verstorbenen Menschen in der Realität gesehen. Umso tiefer sitzt dann die Erfahrung, wenn sie mit dem Tod im engeren Umkreis konfrontiert werden.” Sie zeigte anhand von Beispielen die unterschiedlichsten Unterstützungsmöglichkeiten in der Begleitung trauernder Kinder auf. Prof. Hans Neuhold thematisierte die religiöse Seite in der Begleitung.

Seit 2 Jahren wird in Niederösterreich das Projekt “Hospiz macht Schule” umgesetzt. Junge Menschen erfahren, dass Sterbe-, Abschieds- und Trauerprozesse immer wiederkehrende Lebensprozesse sind. Sie werden gestärkt im Umgang mit Verlusterlebnissen und ermutigt mit den Themen Tod, Abschied und Trauer offen umzugehen. Dadurch werden sie auch für die individuellen Bedürfnisse leidender, sterbender und trauernder Menschen sensibilisiert.

Landesrätein Mag. Barbara Schwarz begrüßt die Umsetzung des Projektes in NÖ und sagt die Unterstützung des Landes in der Höhe von Euro 17.000 zu. “Ich weiß, wie wichtig es ist, sich schon im jugendlichen Alter auch mit diesen Lebensthemen vertraut zu machen. Wir unterstützen “Hospiz macht Schule” sehr gerne”, so LR Schwarz.

Erfahrene und für das Projekt geschulte HospizbegleiterInnen gestalten im Beisein der KlassenlehrerIn die Workshops. “In NÖ sind es derzeit 29 ehrenamtliche MitarbeiterInnen, die mit viel Freude und großem Engagement das Projekt in den Schulen umsetzen”, so Elke Kohl und Sonja Thalinger, die ProjektbegleiterInnen. Das Projekt ist für die Schulen kostenlos.

Die Vorsitzende des Landesverbandes Hospiz NÖ Dr. Brigitte Riss freut sich, dass das Projekt von den Schulen so gut angenommen wird. “Das Projekt hat uns sehr zusammengeschweißt, wir haben miteinander gelacht und geweint. Wir haben viel von einander erfahren und auch erlebt, wie unterschiedlich wir mit traurigen Situationen in unserem Leben umgehen”, so eine Schülerin.

“Eine gelungene Veranstaltung. Wir sind beeindruckt von den Vorträgen, von den darstellerischen Einlagen des SOG Theaters, das die Emotionen, die Aussagen noch einmal so auf den Punkt brachte. Danke, wir nehmen uns viel für unsere Arbeit mit nach Hause”, meinte eine Teilnehmerin beim Verlassen des Saales.