HOSPIZENQUETE 2010

5. Mai 2010, 9:00 Uhr -17:00 Uhr
Landhaus St. Pölten, Landtagssaal

 

Programm und Inhalte

Fachvorträge am Vormittag

Palliative Care – mehr Lebensqualität für alte und demente Menschen
Dr. Roland Kunz

 

„Ihre Sprache sprechen – ihre Signale richtig deuten“ Die Kommunikation in der palliativen Geriatrie
DDr. Marina  Kojer

 

Leben können  und sterben dürfen – Hospizkultur im Pflegeheim umsetzen – Erfahrungen aus dem Vorarlberger Projekt Palliative Care im Pflegeheim
DSA Karl Bitschnau, MAS (Pall. Care)

 

Workshops am Nachmittag

Workshop 1

Schmerzen erkennen und lindern – eine interdisziplinäre Herausforderung im Pflegeheim
Dr. Eva-Maria  Schütz


Kompetente PatientInnen können die Unterstützung des Gesundheitspersonals einfordern, um Schmerzzustände zu bewältigen. Personen mit Kommunikationsdefizit sind darauf angewiesen, dass ihre Schmerzen von uns erkannt und ausreichend behandelt werden. Der Einsatz von Schmerzskalen und nonverbalen Schmerzassessment-Tests ist ein guter Ansatz, ein strukturiertes Schmerzmanagement ist besser.  Schmerzen bei vulnerablen Personen sind eine komplexe Herausforderung. Erfolgreiche Lösungen setzen auf mehreren Ebenen an.  Eine Grundstock ist die zentrale Platzierung des Schmerzmanagements in der Patientendokumentation. Die Kommunikationsstruktur zwischen allen Beteiligten ist planbar.  Im Workshop arbeiten wir interdisziplinär an einer Lösung. Nehmen Sie Ihre Ideen zur Umsetzung in die eigene Institution mit!

 

Workshop 2

Die Achtsamkeit in der Palliative Care
DDr. Mag.  Monique Weissenberger-Leduc

Die Kunst der Achtsamkeit in der Pflege ist die Wiederentdeckung des Begriffs HORCHEN. Was bedeutet es konkret? Für mich ist HORCHEN die Fähigkeit meine Sinne so zu benützen, dass positive und negative Winzigkeiten des Pflegealltags mit allen Sinnen wahr und ernst genommen werden. Es ist eine Wiederentdeckung, ein Hinhorchen des Herzens: “ausculta” (latein auscultare: horchen).

 

Workshop 3
Herausforderung Multimorbidität
Dr. Roland Kunz


Mit zunehmendem Alter steigt die Häufigkeit chronischer Erkrankungen. Die Multimorbidität konfrontiert uns mit komplexen Symptomen, schwieriger Prognosestellung und Vorausplanung, ethischen Fragestellungen und therapeutischen Herausforderungen. Was verstehen wir unter einem palliativen Ansatz für den multimorbiden Patienten?

 

Workshop 4
Hospizbegleitung im Pflegeheim
DSA Karl Bitschnau, MAS (Pall. Care)

Für viele Pflegeheimbewohner ist das Pflegeheim ihr letztes zuhause. Gut, wenn das Betreuungspersonal gelernt hat, mit den fachlichen und menschlichen Herausforderungen dieses Lebensabschnitts umzugehen. Aber: Braucht es auch Hospiz-BegleiterInnen im Heim? Was können Sie leisten? Welche Voraussetzungen müssen sie mitbringen? Was ist der Mehrwert einer guten Hospiz-Begleitung im Pflegeheim? Der Workshop beschäftigt sich mit diesen und weiteren aktuellen Fragen zur Integraton von Hospiz-BegleiterInnen in den Alltag von Pflegeheimen.

 

Workshop 5
Ein Abschied für immer
PDL Klaudia Atzmüller, DSA Karin Honl


Die Betreuung der Angehörigen von sterbenden Heimbewohnern.
Ein würdevoller  Abschied ist der erste behutsam begleitete Schritt auf den Weg durch die Trauer. Was wir als Begleiter dazu beitragen können
 

Workshop 6
Demenzkranke Menschen im Sterben begleiten        
DDr. Marina  Kojer 


Wenn wir Demenzkranken im Sterben nahe sein wollen, sollten wir den Weg zu ihnen rechtzeitig suchen und finden. Schwer demenziell Erkrankte brauchen bis zuletzt besonders viel Zuwendung, Wärme und Nähe. Ihre Begleitung unterscheidet sich in einigen wesentlichen Punkten von der Begleitung jüngerer Menschen: Der Tod hat für Menschen mit fortgeschrittener Demenz seine Endgültigkeit verloren, sie lassen ihn auf sich zukommen und kämpfen nicht mehr mit Altlasten. Kommunikation bis zuletzt kann nur auf der Gefühlsebene, vorwiegend über Berührungen gelingen. Um Berührungen richtig einsetzen zu können, muss jedoch stets das veränderte Körperbewusstsein beachtet werden. Im Rahmen des Workshops sollen wesentliche Bausteine der gelingenden Begegnung zwischen sterbenden Demenzkranken und ihren Begleitern erarbeitet und praktisch eingeübt werden.

 

 

Downloads

Handouts der ReferentInnen

Dr._Roland_Kunz
DDr._Marina_Kojer
DSA_Karl_Bischnau
DSA_Karl_Bitschnau_WS

 

Medienaussendung