Leibübungen auf eutonischer Grundlage

Tue deinem Leib Gutes, damit deine Seele Lust hat in ihm zu wohnen.

 

mit Sr. Annemarie Gamsjäger

Samstag, 30. Jänner 2010
9.30 – 17.00 Uhr im Bildungshaus St. Hippolyt, St. Pölten

 

Eutonie leitet sich aus dem Griechischen, von Eu-Tonus ab und bedeutet Wohlsspannung. Es bezeichnet den Zustand größtmöglichster Ausgeglichenheit, den ein Mensch erreichen kann und in dem er mit sich und seiner Umwelt leben sollteViele Menschen sind chronisch verspannt. Es kommt zu Fehlhaltungen, Einschränkung der Vitalität. Eutonie kann unseren Tonus wieder schwingungsfähig machen.
Dies ermöglicht eine größere Beweglichkeit und Erlebnisfähigkeit. Spontaneität und künstlerische Ausdrucksfähigkeit entwickeln sich.

 

Eine Reflexion auf den Tag:

Auf Einladung des Landesverbandes Hospiz NÖ verbrachten wir in froher Runde einen “Wohlfühltag” unter der Leitung von Sr. Annemarie Gamsjäger, die versuchte, uns mittels Übungen die sogenannte “Wohlspannung” (deutsche Bedeutung des Begriffes EUTONIE) zu vermitteln. Wir wurden in der Rückenlage – vorwiegend bevorzugte Übungsstellung der EUTONIE – angeleitet, bewusst die Lage unseres Körpers bzw. das Aufliegen einzelner Körperteile zu erkennen. Wir wurden dann aufgefordert, langsame Lageveränderungen vorzunehmen und diesen dann nachzuspüren. Die Konzentration auf den Körper ließ den Geist im gegenwärtigen Augenblick verweilen, das “Zeit geben” für die Körperempfindungen ermöglichte deren Erleben. Es folgten noch weitere Übungen im Liegen unter Verwendung von Tennisbällen, die wir zum Loslassen angespannter Muskulatur einsetzten, aber auch im Stehen. Während des Übens konnten wir die Grenzen unserer Muskelspannung erkennen und diese durch Zulassen erweitern. Am Endes des Übungstages erkannten wir, dass wir unsere Muskeln sanft gedehnt und “Wohlspannung” erreicht hatten.
Unser weiteres Bemühen sollte sein, die gewonnenen Impulse selbst weiterzuentwickeln, um möglichst oft auch im Alltag die “Wohlspannung” finden zu können, u.a. auch im Bereich unserer Hospiztätigkeit.

Gerda Schwach, ehrenamtliche Mitarbeiterin im
Mobilen Caritas Hospizdienst Krems