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Selbst und bestimmt – vom Streben nach Autonomie als junge Palliativpatientin
Als Poetin, Sozialarbeiterin und Speakerin zu den Themen Inklusion, Anti-Diskriminierung und Medizin-Kommunikation berichtet Sabrina über ihr Leben mit einer chronischen, fortschreitenden, lebensverkürzenden und palliativen Herz-Kreislauf- Erkrankung, sowie den damit einhergehenden Herausforderungen.
Sie zeigt auf, dass es einen Unterschied gibt zwischen angeborenen lebensverkürzenden Erkrankungen und solchen, die im Laufe des Lebens auftreten, denn daraus ergibt sich ein anderer Fokus in der Lebensgestaltung und -planung.
In ihr steckt ein Wunsch, der in vielen Menschen innewohnt: Das Leben so selbstbestimmt wie möglich zu leben. Doch diese Herausforderungen finden sich in unserem System und erlebt immer wieder Situationen, die sie bestätigen in dem Wissen, dass sie selbst am besten weiß, was für sie gut anfühlt. Sie selbst möchte am Steuer ihrer Erkrankung und ihres Lebens sein.
Sabrina berichtet so von Grenzen, die ihr in ihrer Autonomie gesetzt werden, von solchen die sie setzt, um möglichst autonom zu bleiben. Und von Grenzen, die sich verschieben müssen, damit wir ein Leben, welches wir leben wollen, auch bewahren können.
Lernziele
Die Teilnehmenden sind nach der Fortbildung in der Lage,
- die Bedeutung von Autonomie und Selbstbestimmung im Leben mit einer chronischen, lebensverkürzenden Erkrankung aus der Perspektive von Betroffenen zu reflektieren und in Beziehung zur eigenen professionellen Haltung zu setzen.
- Grenzen von Autonomie (systemisch, professionell, persönlich) zu erkennen, zu benennen und kritisch zu hinterfragen, insbesondere im Kontext medizinischer und sozialer Versorgung.
- die Rolle von Achtsamkeit gegenüber der eigenen Lebenszeit zu verstehen und deren Relevanz für Lebensqualität, Entscheidungsfindung und Begleitung schwerkranker Menschen einzuordnen.
- Erfahrungen von Diskriminierung, Machtungleichgewicht und Fremdbestimmung im Gesundheits- und Sozialsystem sensibel wahrzunehmen und deren Auswirkungen auf Betroffene nachzuvollziehen.
- die Perspektive „mehr als die Diagnose“ als zentrales Element personenzentrierter Begleitung zu erkennen und in das eigene berufliche Handeln zu integrieren.
- emotionale Reaktionen (z. B. Ohnmacht, Mitgefühl, Unsicherheit) im Kontakt mit existenziellen Themen wahrzunehmen, zu reflektieren und professionell einzuordnen.
- die eigene Haltung zum Leben, Sterben und zur Endlichkeit zu reflektieren und daraus Impulse für ein bewussteres, selbstverantwortliches Leben abzuleiten.
Wann: 15.Juni 2026, 17:00 – 19:00 Uhr
Wo: online via zoom
Referent*in: Sabrina Lorenz
Teilnehmer*innenzahl: 300 Teilnehmer*innen
Selbst und bestimmt – vom Streben nach Autonomie als junge Palliativpatientin
Anmeldung 15. Juni 2026
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