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Choosing Wisely – Fehl- und Überversorgung in der Gesundheits- und Krankenpflege
Das Thema Über- und Fehlversorgung im Gesundheitswesen gewinnt – unabhängig vom Versorgungssetting und der jeweiligen Profession – zunehmend an Relevanz.
Fachliche Weiterentwicklungen sowie technologische Innovationen eröffnen neue diagnostische, therapeutische und pflegerische Handlungsmöglichkeiten – sowohl in der Medizin als auch in der Gesundheits- und Krankenpflege sowie in den medizinisch-therapeutisch-diagnostischen Gesundheitsberufen. Mit diesen erweiterten Optionen geht jedoch auch das Risiko einher, dass nicht jede verfügbare Intervention einen tatsächlichen Mehrwert für Patient*innen bedeutet. Überversorgung zeigt sich unter anderem in nicht indizierten diagnostischen oder therapeutischen Maßnahmen sowie in belastenden Interventionen, insbesondere am Lebensende. Fehlversorgung kann hingegen aus z. B. strukturellen Rahmenbedingungen wie personellen Engpässen, unzureichender interprofessioneller Abstimmung, fehlender Einbindung pflegerischer Expertise in Entscheidungsprozesse oder einer mangelnden Berücksichtigung aktueller wissenschaftlicher Evidenz resultieren.
Gerade in der Gesundheits- und Krankenpflege kommt der professionellen Einschätzung von Versorgungsbedarf, individuellen Bedürfnissen, Lebensqualität und Zielperspektiven eine zentrale Bedeutung zu. Pflegende agieren häufig an der Schnittstelle zwischen medizinischer Indikationsstellung, Patient*innenpräferenzen und ethischer Verantwortung. Im Bereich Palliative Care tritt diese Problematik besonders deutlich hervor. Der Vortrag beleuchtet Strategien zum Umgang mit Über- und Fehlversorgung, insbesondere im Kontext der Gesundheits- und Krankenpflege und Palliative Care. Darüber hinaus werden methodische Zugänge zur Identifikation entsprechender Versorgungsphänomene sowie die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Praxis und Forschung thematisiert.
Lernziele:
Die Teilnehmenden sind nach der Fortbildung in der Lage,
- typische Formen von Fehl- und Überversorgung in der Gesundheits- und Krankenpflege zu erkennen.
- pflegerische Maßnahmen kritisch zu hinterfragen und evidenzbasiert zu planen.
- Entscheidungen situationsgerecht unter Berücksichtigung von Nutzen, Risiko und Patientenbedürfnissen zu treffen.
- Ressourcen zu schonen und Betroffenen in ihrer Autonomie zu stärken.
Wann: 14. Dezember 2026, 17:00 – 19:00 Uhr
Wo: online via zoom
Referent*in: Fangmeyer Martin, BScN MScN
Teilnehmer*innenanzahl: 300 Teilnehmer*innen
Choosing Wisely – Fehl- und Überversorgung in der Gesundheits- und Krankenpflege
Anmeldung 14. Dezember 2026
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